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Reisebericht: Rom in 3 Tagen – ein wunderschöner Trip!

19. April 2016
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Was passiert, wenn zwei gute Freundinnen eines Abends mit einem Glas Rotwein zusammensitzen und sich denken „Hach, irgendwohin fliegen wäre gerade auch ganz schön!“? Richtig: Sie greifen zum Laptop, suchen sich eine Stadt in der sie beide noch nie waren und – buchen einfach mal einen Flug. :-)

Schon lange haben wir immer wieder gesagt, dass wir mal wieder (oder endlich mal??) ein Wochenende etwas zusammen erleben möchten. Also haben wir die Gelegenheit beim Schopf gepackt und kurzerhand einen Trip nach Rom geplant. Wobei: Eigentlich haben wir ihn erst gebucht und dann geplant. 😉 Rom in 3 Tagen entdecken – das war der Plan.

Wir haben die Flugsuchmaschinen nicht lange quälen müssen, um zu merken, dass ein Lufthansa-Flug für 89€ mit perfekten Flugzeiten nicht zu toppen ist. Und das, obwohl wir erst 5 Wochen vor Abflug gebucht haben. Donnerstagmorgen um 8:50 Uhr ging es von München aus los, um 10:20 Uhr waren wir bereits in Rom. Und hatten somit noch fast den ganzen Tag Zeit, Rom zu erkunden. Auch die Rückflug-Zeiten am Samstag waren passend: 19:10 Uhr Abflug, 20:45 Uhr Ankunft.

Als Unterkunft haben wir uns eine sparsame Variante ausgesucht und uns im Hotel Mosaic Central am Piazza del Viminale eingebucht. Ein nettes kleines Hotel, direkt neben dem Innenministerium (Policia und Kameras soweit das Auge reicht – also mehr als sicher!), in dem wir für nur 54€ pro Nacht ein Doppelzimmer gebucht haben. Wer keinen Wert auf Luxus, sondern sauberen Minimalismus legt, ist mit dieser Unterkunft sehr gut beraten. Und super zentral liegt es noch dazu!

Karte von Rom über Google-Maps

Rom – die Stadt der großen und eindrucksvollen Bauten

Wir hatten also 3 Tage Zeit, die italienische Hauptstadt zu erkunden. Vorab sei gesagt: Wer nicht jedes Museum unter die Lupe nehmen muss/will und seine Shopping-Tour (wie wir) auf 3-4 Stunden begrenzt, kann innerhalb von 3 Tagen in Rom einiges sehen.

Nachdem wir vom netten Rezeptzionisten einen kleinen Überblick über Rom erhielten, entschieden wir uns für folgende Route: Vom Hostel haben wir uns auf den Weg zum Piazza Venezia gemacht, um dort das beeindruckende Monumento Vittorio Emanuele II zu besichtigen. Die nächsten Tage hieß es bei uns liebevoll „der weiße Koloss“. Das Gebäude ist mehr als riesig und hat bei sämtlichen Ausblicken für Orientierung gesorgt. Von dort führt die große Via del Corso – die berühmte Einkaufsmeile – einmal quer durch die Innenstadt, bis sie am Piazza del Popolo endet. Wir sind zwischendurch allerdings rechts abgebogen, um uns den berühmten Trevi Brunnen anzusehen. Massenweise Touristen, unzählige Selfie-Sticks und relativ wenig Sicht auf den Brunnen erwarteten uns. Trotzdem taten wir, was wahrscheinlich jeder dort tut: Münze über die Schulter werfen und etwas wünschen! Wirklich romantisch war es inmitten der vielen Asiaten nicht, aber wer weiß – vielleicht geht der Wunsch ja trotzdem in Erfüllung. 😉

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Trevi Brunnen – Möve am Piazza Venezia

Von dort aus ging es über den gemütlichen Piazza Colonna zum wunderschönen Piazza Navona. Und ich war vom ersten Moment an verliebt. Ein unglaublich schöner Platz mit schnuckeligen Häuserfassaden, tollen Brunnen, einer beeindruckenden Kirche und mit einer unvergleichlichen Atmosphäre. Plant unbedingt ein Mittagessen oder Cappuccino für euren Besuch dort ein und genießt das bunte Treiben dort. Fast genauso schön ist auch der Campo de’ Fiori. Ein etwas kleinerer Platz auf dem ein leckeres Restaurant neben dem anderen wartet. Die kleinen Blumenstände machen die Kulisse perfekt.

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Piazza Navona

Bereits nach unserem ersten Tag wussten wir: Rom ist wunderschön, hat viele beeindruckende Gebäude und Plätze und ist trotz seiner Größe wunderbar zu Fuß zu erkunden.

360 Stufen über dem Vatikan

Der zweite Tag war für einen Ort in Rom reserviert, auf den wir im Vorfeld sehr gespannt waren: Der Vatikan. Um den Weg dorthin mit einer weiteren Sehenswürdigkeit zu verknüpfen, wählten wir die Route über die Spanische Treppe – die wahrscheinlich bekannteste Treppe der Welt. Zu unserem Leidwesen fanden dort Bauarbeiten statt, die Treppe war komplett gesperrt. Daher gibt es leider nur ein Foto mit Bauzäunen… :-( Wenn ihr dort seid, solltet ihr unbedingt eine Route über die Via dei Condotti nehmen. Sie ist die prunkvolle Einkaufs“gasse“, in der die Schönen und Reichen Roms einkaufen gehen. Und „schön“ sind die Römer tatsächlich, egal ob Männlein oder Weiblein.

Vor der Engelsburg

Vor der Engelsburg

Nach etwa einer halben Stunde Fußmarsch, erreichten wir die Ponte Cavour. Von dort aus steuerten wir am Tiber entlang die Ponte Sant’Angelo an – die Aeliusbrücke mit ihren 10 prachtvollen Engeln, die direkt zur Engelsburg führt. Von dort aus konnten wir sie schon sehen: Die Kuppel des berühmten Petersdoms. Nichts wie hin! Und der Anblick ist einfach nur überwältigend – sowohl von außen als auch von innen. Der von Bernini erbaute Platz mit seinen vielen Säulen (284!) und seiner Weite (über 35.000qm!) ist einfach der Wahnsinn. Als wir dann den Dom betreten haben, hat es mir die Sprache endgültig verschlagen… Diese Basilika ist einfach nur riesig! 20.000 Menschen, über 15.000qm – eine der größten Kirchen der Welt.

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Und jetzt kommt der wichtigste Tipp für Rom-Reisende: Besucht die Kuppel des Petersdoms! Für 8€ kann man den Aufzug nehmen, um die erste Etappe nach oben zu bewältigen. Dort gelangt ihr innen in die Kuppel und könnt auf all die kleinen Kirchenbesucher hinunterschauen. Nachdem ihr euch durch schmale Gänge und ca. 360 Treppenstufen nach oben gekämpft habt, dürft ihr einen einzigartigen Blick über ganz Rom und vor allem auch Vatikanstadt werfen! Für mich das absolute Highlight unserer Trips!

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Von der Kuppel des Petersdoms: Blick über den Petersplatz und ganz Rom.

Bestes italienisches Essen!

An unserem dritten und letzten Tag stand der südliche Teil der Stadt auf dem Programm. Allen voran das Colosseum. Nein, wir waren nicht drinnen – die Schlange war bereits um halb 10 Uhr morgens so unglaublich lang, dass wir keine 2 Stunden mit Anstehen verbringen wollten. Aber es war auch von außen ganz nett anzusehen. 😉

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Leckere Pasta und Antipasti – Trastevere

Stattdessen spazierten wir bei herrlichem Sonnenschein über den Circo Massimo und überquerten die Ponte Palatino und fanden uns im lässigen Szeneviertel Trastevere wieder. Mein zweites Highlight des Trips. Hier solltet ihr mindestens ein Mittag- oder Abendessen einplanen, denn es gibt viele schöne und gemütliche Restaurants in denen es fantastisches Essen gibt. Ich bin komplett verliebt in dieses kleine Viertel, das mich ganz kurz an die Atmosphäre in Jerusalem (Neustadt) erinnert hat.

Mein 3-Tage-in-Rom-Resümee:

Rom ist eine wunderschöne Stadt, die wahnsinnig viel zu bieten hat. Man kommt sich mit all den alten und geschichtsträchtigen Gebäude vor wie in einem Freilichtmuseum – selbst, wenn man einfach nur einen Stadtbummel unternimmt. Und obwohl die Stadt so groß ist, lässt sich alles gut erlaufen. Die Römer sind nette Menschen – außer sie sitzen in ihrem Auto und brausen über den Piazza Venezia – und das Essen ist einfach nur lecker! Ich würde sofort noch einmal hinfliegen und 3 Tage die südländische Atmosphäre dort genießen. :-)

 

Liebe Grüße vom Petersplatz! Ich komme wieder!

Liebe Grüße vom Petersplatz! Ich komme wieder!

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